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Brainstorming: Die Methode für kreative Ideen

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28.03.2019 | von Topsy Schröder | Allgemein
Brainstorming Methoden

Was ist Brainstorming?

Eine der bekanntesten Kreativitätstechniken ist das Brainstorming. Sie wurde 1939 von Alex Osborn, dem Mitbegründer der Werbeagentur BDO, entwickelt, damit Meetings kreativer werden und innerhalb einer kurzen Zeitspanne viele Ideen geschaffen werden. Brainstorming eignet sich neben der Ideenfindung auch zur Produktentwicklung und zur Problemlösung. Solch ein produktiver „Gedankensturm“ unterteilt sich in zwei grundlegende Phasen: Die Ideenfindung und die Ideenbewertung. Woraus diese Phasen im Detail bestehen, welche wichtigen Grundregeln es für das Brainstorming gibt und welche alternativen Methoden, erfahren Sie in diesem Artikel.

Ideenfindung und Ideenbewertung

Für den reibungslosen Ablauf und ein erfolgreiches Brainstorming ist es wichtig, sich an diese beiden Phasen zu halten. In der ersten Phase, der Ideenfindung, erfolgt der eigentliche Gedankenaustausch, d.h. die Ideen werden gesammelt. Sie dauert idealerweise 30-45 Minuten. Wie bei anderen Meetings, ist es auch beim Brainstorming sinnvoll, die Zeit zu begrenzen. Die zweite Phase, die Ideenbewertung, ist dafür da, die zusammengetragenen Ideen zu sortieren, zu analysieren und zu filtern. Letztendlich kann dadurch eine Übersicht über die vielversprechendsten Ideen und Lösungen erstellt werden. Allerdings gibt es bei der Brainstorming-Methode vier grundlegende Regeln, ohne die sie nicht funktionieren würde.

Die vier goldenen Brainstorming-Regeln

Damit die Kreativitätstechnik zum Erfolg führt, ist grundsätzlich eine eindeutige Fragestellung, eine Moderation und eine zeitliche Begrenzung notwendig. Zudem sollten sich die Teilnehmer an vier wichtige Grundregeln halten, damit das Meeting erfolgreich ausgeht:

1. Keine Kritik

Damit die Teilnehmer in der ersten Phase so frei wie möglich denken können und keine Blockaden entstehen, ist es von großer Bedeutung, dass ihre Ideen nicht bewertet werden und sie auch Ideen anderer nicht kritisieren. Jede Idee ist erlaubt, auch wenn sie vorerst verrückt erscheinen mag. Während der Ideenfindung soll nicht diskutiert werden, sodass sich jeder frei entfalten kann. Würden die Teilnehmer Kritik ausgesetzt werden, könnten sie sich nicht mehr frei äußern und womöglich würden wichtige Ideen oder Ansätze unerkannt bleiben.

2. Quantität statt Qualität

In der Phase der Ideenfindung zählt die Masse. Sammeln Sie so viele Ideen wie möglich und notieren Sie diese sichtbar. Für die Visualisierung bietet sich zum Beispiel eine Pinnwand oder eine Mind Map an. Dann haben Sie bei der Ideenbewertung eine praktische Übersicht. Dabei ist zu beachten, dass von Anfang an benötigtes Material bereitliegt, wie zum Beispiel Stifte, Papier, Tafeln, Post-Its etc. Unser Tipp: Haben Sie schon mal von Design Thinking gehört? Es ist ebenfalls eine Methode zur kreativen Ideenfindung, besonders für innovative Meetings.

3. „Unsere“ statt „meine“ Idee

Sie können allein sowie im Team (am besten mit 6-8 Personen) brainstormen. Sind Sie zusammen mit anderen auf Ideenfindung, dann sollten die Teilnehmer nicht auf „ihre Idee“ beharren. Der Sinn der Brainstorming-Methode ist auch, dass fremde Ideen weitergesponnen werden.

4. Querdenken

Denken Sie frei: Beim Brainstormen sind Assoziationen, Abschweifungen und Fantasie erwünscht. Selbst wenn Ihnen zwischendurch ein Gedanke absurd erscheinen mag – vielleicht ergeben sich aus ihm weitere Ideen und Assoziationen, deshalb sollten Sie immer alles aufschreiben, was Ihnen zu dem Thema in den Sinn kommt.

Sollten während des Prozesses Teilnehmer von diesen Regeln abweichen, ist der Moderator gefragt. Er sorgt dafür, dass sich alle an diese Regeln halten, damit das Meeting seine Dynamik nicht verliert. Sollte jemand besonders viel reden, kann der Moderator diesen im Zaum halten, damit auch andere eine Chance haben zu Wort zu kommen. Für eine gute Dynamik sorgt übrigens auch eine hohe Vielfalt der Teilnehmer: Kommen Sie aus verschiedenen Fachrichtungen oder Abteilungen, wirkt sich das positiv auf die Gruppendynamik aus. Die Teilnehmer können voneinander lernen und die verschiedensten Ideen zusammentragen.

Zu guter Letzt: Die Nachbereitung

Haben Sie die Ideen sortiert, analysiert und bewertet, schickt der Protokollführer oder die Protokollführerin im Nachgang die Dokumentation des Meetings an alle. Den Protokollführenden legen Sie am besten von vornherein fest, damit er oder sie sich auf seine Aufgabe einstellen kann. Wichtig ist, dass Sie sich am Ende des Brainstormings auf eine Idee oder zumindest einen ersten Prototyp geeinigt haben und der Vorschlag tatsächlich realisiert wird. Nur wenn die Vorschläge auch umgesetzt werden, merken die Beteiligten, dass ihre Ideen sinnvoll waren und werden dadurch motiviert, auch zukünftig kreativ zu denken.

Weitere hilfreiche Kreativitätstechniken

Neben dem Brainstorming gibt es natürlich noch alternative kreative Techniken, wie die Walt-Disney-Strategie, die 6-Hüte-Methode oder das Brainwriting. Welche für Sie oder Ihr Team geeignet ist, hängt von den Charakteren der Teilnehmer ab. Am einfachsten ist es, die Methoden bei den kommenden Meetings zur Ideenfindung auszutesten. Wir wünschen viel Kreativität!

Topsy Schroeder Meetinn
Der Autor

Ich bin Topsy und beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit der Veranstaltungsbranche. Daher findet ihr in meinem Blog viele interessante Tipps & Tricks rund um dieses Thema.

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