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Sketchnotes – wie Kritzeleien im Büroalltag helfen

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22.05.2018 | von Topsy Schröder | Allgemein
Sketchnotes

Sketchnotes im Büroalltag

Hand aufs Herz: Lesen Sie sich ihre Notizen aus Meetings später gerne noch einmal durch? Schon nach wenigen Tagen können Sie unter Umständen nichts mehr mit Ihren Mitschriften oder Handouts anfangen und legen das Notizungetüm für immer zu den Akten. Dadurch erreichen wichtige Informationen oft nicht alle davon betroffenen Mitarbeiter Ihres Unternehmens.

Hier können Ihnen Sketchnotes aus der Patsche helfen: Sketchnotes sind bildhafte Notizen, die sich auf visueller Ebene mit Themen oder Wissen auseinandersetzen. Dazu werden Worte und Bilder kreativ miteinander kombiniert: Das macht nicht nur komplexe Zusammenhänge deutlicher, sondern hilft außerdem, sich die Fülle an Informationen viel besser zu merken. Was auf den ersten Blick nach chaotischer Kritzelei aussieht, ist tatsächlich eine sehr wirkungsvolle Methode, dem Gehirn beim Erinnern zu helfen. Warum das so gut funktioniert und wie Sie Sketchnotes im Büroalltag nutzen können, erklären wir Ihnen hier.

Die Idee der Sketchnotes kommt aus der Antike

Die innovative Technik, die auch als Visual Recording, Visual Notes oder Graphic Recording bekannt ist, strukturiert Inhalte nicht hierarchisch oder linear wie auf einer Liste. Vielmehr werden sie in Form von gezeichneten Geschichten, ergänzt mit Icons oder Kurztexten, dargestellt. Kurz: Sketchnotes verbinden Text und Bild zu einem Gesamtkunstwerk, das beim Lernen hilft. Und das ist keine Idee gelangweilter Bürochefs, sondern wissenschaftlich fundiert.

Der dualen Kodierungstheorie von A. Paivio zufolge verfügt das menschliche Gehirn über zwei Kodierungssysteme zur Speicherung von Informationen: verbal und nonverbal, also bildhaft. Doch nur der Austausch beider Systeme führt zu gesteigerter Gedächtnisleistung. Auch das SOI-Modell von Richard E. Mayer stützt sich auf diese Theorie. Dem Modell zufolge haben beide Kodierungssysteme sogar nur begrenzte Arbeitsspeicher. Deshalb ist sinnvolles Lernen nur dann möglich, wenn Informationen aus beiden Speichern miteinander verknüpft werden können.

Doch das Prinzip der Sketchnotes ist viel älter. Schon in der Antike haben sich Philosophen und Gelehrte Gedanken dazu gemacht, wie die Gedächtnisleistung und Verständnisprozesse im menschlichen Gehirn trainiert und gesteigert werden können. Die sogenannte Gedächtniskunst, die Mnemonik, verfolgte schon früh die Annahme, dass ein Zusammenspiel von Bild und Text die schnellere Wahrnehmung von Inhalten fördert, die anschließend auch deutlich besser gemerkt werden können.

Mentalfaktoren, die Ihr Gehirn auf Hochtouren bringen

So bedient sich das Prinzip der Sketchnotes sogar gleich mehrerer sogenannter mnemotechnischer Mentalfaktoren:

    • Logik: Logik hilft, Strukturen und Zusammenhänge innerhalb eines Themas zu finden. Sketchnotes unterstützen dabei, ein Thema logisch zu erschließen. Und wer etwas verstanden hat, merkt es sich auch viel besser.
    • Emotionen: Mit Emotionen verbundene Informationen bleiben deutlich besser im Gedächtnis. Sketchnoting schafft durch passende Visualisierungen humorvolle oder leidenschaftliche Emotionen, die Fakten in das Langzeitgedächtnis katapultieren.
    • Transformation: Eine Fülle an Informationen wird in leichter zu verdauende Häppchen übersetzt. Die Sketchnotes treiben das sogar noch auf die Spitze, indem komplexe Themen nur noch durch einzelne Bilder dargestellt werden.
    • Assoziation: Hierdurch werden Verbindungen zwischen unterschiedlichen Informationen hergestellt. Das Gehirn sichert sich durch diese Verknüpfungen sozusagen selbst ab. Sketchnotes schaffen das durch die visuellen Verbindungen.
    • Aufmerksamkeit: Lernen und Begreifen wird durch konzentriertes und bewusstes Wahrnehmen unterstützt. Umfangreiche Texte erschweren diese Konzentration. Sketchnotes bieten hingegen eine Visualisierung, die garantiert Aufmerksamkeit erzeugt.

Visual Recording für den Büroalltag

Doch wie genau können Sie die Ideen der alten Griechen und der modernen Hirnforschung in Ihrem Büroalltag nutzen? In einer durchschnittlichen Arbeitswoche im Büro werden unzählige Informationen präsentiert, Memos herumgeschickt oder Arbeitsanweisungen gegeben. Das ist jede Menge Text, der üblicherweise in Stapeln von Papier oder in Form von Dateien auf dem Computer verstaubt. Eine gekonnte Visualisierung macht diese Inhalte immer wieder abrufbar und sorgt dafür, dass diese Informationen auch umgesetzt werden. Und weil Sketchnotes sehr unterschiedlich gestaltet werden können, eignen sie sich für beinahe jedes Thema aus dem Büroalltag:

      • Besprochenes aus Meetings oder Konferenzen übersichtlich festhalten und den Besprechungsteilnehmern mit auf den Weg geben
      • Strategien, Arbeitsanweisungen, Zuständigkeiten oder andere längerfristig genutzte Informationen visuell verständlich gestalten und an zentralen Orten im Büro aufhängen
      • Präsentationen mit anschaulichem Material aufwerten
      • Einen Überblick über ein neues Aufgabengebiet geben und Ideen unter den Kollegen anregen
      • Bei Vorträgen oder langen Telefonaten konzentriert bleiben und sofort mitdenken können

Sketchnoting lernen

Um Sketchnotes zu erstellen, muss niemand ein großer Künstler sein. Auch eine umfangreiche Zeichenausstattung ist nicht nötig. Vielmehr geht es um die Fähigkeit, Zusammenhänge mit einfachen Mitteln verständlich darstellen zu können. Klassische Visualisierungshilfen wie Boxen, Sprech- oder Denkblasen, Icons und Pfeile helfen Ihnen dabei. Mit diesen Tipps können Sie auf Konferenzen oder Meetings direkt lossketchen:

  • Vorbereitung: Machen Sie sich mit der Agenda und den Themen vorab vertraut. So wissen Sie, was in etwa auf Sie zukommt. Eventuell können Sie sich auch schon Gedanken zur Visualisierung bestimmter Inhalte machen.
  • Zuhören: Konzentriertes Zuhören sollte natürlich Voraussetzung dafür sein, um alle Details eines Vortrags zu erfassen. Dennoch sollten nur die wichtigsten Informationen aufgezeichnet werden, damit die Sketchnotes übersichtlich bleiben. Kommen Sie mit dem Zeichnen nicht nach, notieren Sie einfach erstmal nur.
  • Nachbereitung: Im Nachgang können Sie sich mit mehr Ruhe den Feinheiten widmen. Hier bleibt Zeit, Bilder zu ergänzen, Farben und Schattierungen hinzuzufügen oder Zusammenhänge zu verdeutlichen.

Mit der Zeit werden Sie auch Ihre eigene Zeichensprache entwickeln, die Ihnen das Sketchnoting immer schneller von der Hand gehen lässt: ein Schraubenschlüssel als Symbol für Verbesserungsmaßnahmen, eine Uhr für dringend zu erledigende Aufgaben, ein Telefon für Ansprechpartner, usw. Wer dazu einen witzigen Zeichenstil nutzt oder kalligrafisches Talent beweist, wird den Kollegen zusätzlich einen Gefallen tun. Alles was sonst noch dazu benötigt wird, sind Zettel und Stift oder ein Tablet mit Malprogramm.

Topsy Schroeder Meetinn
Der Autor

Ich bin Topsy und beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit der Veranstaltungsbranche. Daher findet ihr in meinem Blog viele interessante Tipps & Tricks rund um dieses Thema.

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